Untersuchungen

 
Glaukom
Schlaganfall

Präzisionsvermessung
des Sehnerven (HRT)


Die Vermessung des Sehnerven mit dem Heidelberg Retina Tomographen (HRT) stellt einen wesentlichen Fortschritt für Früherkennung und Verlaufsbeobachtung des Glaukoms (Grüner Star) dar.
Mit einem Laser wird der Bereich des Sehnerven abgetastet und dann aus dem reflektierten Licht eine dreidimensionale Darstellung errechnet (Bild A). Daraus wird ein farbcodiertes topographisches Bild erstellt (Bild B). Die so gewonnenen Daten der dreidimensionalen Form des Sehnervenkopfes können einerseits mit tausenden von gesunden Datensätzen verglichen werden (Bild C), andererseits ergibt sich hier eine Möglichkeit der exakten Dokumentation im zeitlichen Verlauf. Veränderungen zeigen sich bei dieser Untersuchung deutlicher und früher, als mit den herkömmlichen Untersuchungsverfahren. Dadurch kann die Entwicklung des Glaukoms oft lange vor dem Auftreten spürbarer Beschwerden festgestellt werden.
 A  B   C
Ein so genanntes Offenwinkelglaukom verursacht in der Regel keine Schmerzen, führt aber schleichend zu einem zunehmenden Schaden des Sehnerven. Dieser Schaden wird zunächst vom Betroffenen nicht wahrgenommen. Erst wenn ca. 50 % der Fasern des Sehnervenkopfes untergegangen sind, entstehen wahrnehmbare Einschränkungen des Gesichtsfeldes. Neben den klassischen Untersuchungen (Augeninnendruck, Augenhintergrund, Gesichtsfeld und Sehschärfe) kann die Untersuchung mit dem HRT wesentlich dazu beitragen, ein Offenwinkelglaukom frühzeitig zu erkennen oder auszuschließen.
Die Untersuchung mit dem HRT ist schmerzfrei, dauert etwa 5 Minuten und kann meist ohne Pupillenerweiterung durchgeführt werden.
Messung der Hornhautdicke (OCP)

Der größte Risikofaktor für das Entstehen eines Glaukoms (Grüner Star) ist der Augeninnendruck. Die korrekte Messung des Augeninnendruckes setzt jedoch voraus, dass die Hornhaut eine normale Dicke (550 µm) besitzt. Diese Voraussetzung besteht aber nur bei etwa 90 % aller Menschen. Um sicher zu sein, dass der gemessene Wert tatsächlich dem korrekten Augeninnendruck entspricht, kann mit der Messung der Hornhautdicke diese Fehlerquelle ausgeschlossen oder der Messfehler ermittelt werden.
Die Messung der Hornhautdicke mit dem OCP wird ohne Berührung der Augen durchgeführt, dauert etwa 2 Minuten und erhöht die Sicherheit, mit der Ihr Augenarzt eine korrekte Diagnose stellen kann.
Glaukomspezifische Gesichtsfeld-
messung (Matrix-FDT)


Die normale Gesichtsfeldbestimmung mit einer weißen Testmarke zeigt beim Grünen Star erst Ausfälle, wenn mehr als 50 % der Sehnervenfasern untergegangen sind. Mit Hilfe der Frequenzverdopplungsperimetrie (FDT) können glaukomspezifische Ausfälle bereits wesentlich früher aufgedeckt werden, da mit dieser Technik diejenigen Nervenzellen angesprochen werden, die besonders früh zugrunde gehen.
Die Bestimmung des Gesichtsfeldes mit dem Matrix-FDT dauert etwa 7 Minuten und erhöht die Sicherheit, einen glaukombedingten Gesichtsfeldschaden zu erkennen.
Die hier beschriebenen Untersuchungsmethoden entsprechen den modernsten technischen Möglichkeiten, die Diagnose des Grünen Stars zu sichern oder auch im Rahmen einer Vorsorge auszuschließen.

Schlaganfallvorsorgeuntersuchung


Verfahren

Durch das Verfahren "talkingeyes" wird die Gefäßgesundheit und daraus abgeleitet das persönliche Schlaganfallrisiko ermittelt. Die Beurteilung lebender Gefäße kann nur über die Beurteilung des Augenhintergrundes stattfinden. Personen mit erhöhtem Schlaganfallrisiko können so ermittelt werden und einer individuellen Nachsorge zugeführt werden. Diese Teilnehmer sind sich in den allermeisten Fällen nicht ihres erhöhten Risikos bewusst. Ohne das Schlaganfallscreening verrinnt so wertvolle Zeit und das Risiko steigt unerkannt weiter an.

"talkingeyes" vermisst die Gefäße und bietet so eine quantitative Beurteilung des Gefäßzustandes. So wird das Verfahren gegenüber einer Analyse im Rahmen einer Routineuntersuchung des Augenhintergrundes objektiviert. "talkingeyes" verbindet die klassischen Risikofaktoren und die quantitative Beurteilung des Augenhintergrundes mit der optischen Analyse eines spezialisierten Augenarztes und erhält so ein fein abgestimmtes Risikoprofil.






Indikationen

Bei folgenden bekannten Konditionen sollte die Untersuchung in Betracht gezogen werden:
  • Bluthochdruck – Diabetes – erhöhte Cholesterin- und Blutfettwerte
  • Normaldruckglaukom – Raucher – erhöhter Body-Mass Index (BMI)
  • Familiendisposition: Schlaganfall – Herzinfarkt – vaskuläre Demenz
Ablauf (schematisch)



Ablauf der Risikoprofilerstellung